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Darsteller im Interview

Darum geht es: Eine Hauptdarstellerin, die fleißig übt; ein Sänger, der Angst vor Schnupfen und Halsschmerzen hat; drei Hofdamen, die mit dem Titel Fräulein angesprochen werden, und eine Zofe, die hofft, dass ihre Liebesgeschichte ein gutes Ende nimmt.


Nathalie Wagner

Sie ist 19 Jahre alt und besuchte das Schyren-Gymnasium. Hier legte sie 2012 ihr Abitur unter anderem im Fach Gesang ab. Deshalb war sie auch schon oft als Solistin am SGP zu hören war. Seitdem studiert sie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Sozialwissenschaften - Nathalie Wagner.

Wagner spielt die Hauptrolle der Gisela in der von Stefan Daubner auf die Beine gestellten Musical-Produktion. Die Rolle der Gisela, für die viele Songs komponiert wurden, verlangt neben dem Singen auch Schauspiel. Während andere Sänger erst durch ein Casting eine Rolle im Musical ergattern konnten, kam Wagner durch ihr Additum in Musik, die Teilnahme am Schulchor und durch Stefan Daubner zu ihrer Rolle.

Persönlich mag Wagner die Stücke sehr gerne, besonders „Das Versprechen“, welches sie auch selbst singt. Ihre Lieblingsgesangform ist das Duett; eines davon singt sie mit Antonio Schäfer, der als Bruder von Gisela auftritt.

Eigentlich singt Wagner, die unter anderem auch noch die Instrumente Klavier und Orgel, also alles, was Tasten hat, beherrscht, schon seit ihrer Kindheit. Gesangsunterricht – momentan bei Judith Spindler - hat sie allerdings erst seit ein paar Jahren. Diese Gesangslehrerin hilft ihr, die schwierigen Intonationen und hohen Töne des Stücks zu meistern

Auf die Frage, ob sie vor Auftritten nervös oder aufgeregt sei, antwortet sie mit einem deutlichen: Nein! Wagner kann über sich selbst sagen, dass sie – fast immer - total ruhig ist, was ihrer Meinung nach an der Routine liegt.


Anna Hirschberger, Tabea Kretzschmar und Isabella Rick sind die Hofdamen der Hauptdarstellerin.

Was sie von dem Musical halten, darin sind sie sich die drei schon einmal einig: Auch wenn die Musik ein wenig altertümlich klingt, finden sie das Stück und die Musik gut. Dadurch können sich die drei Hofdamen, deren Lieblingslieder „Salve Soul“ und „Giselas Traum“ sind, leicht in ihre Rolle hineinfühlen.

Zu ihren Rollen sind sie durch ein Casting und ein Vorsingen gekommen. Als Hofdamen dürfen die drei ein Stück singen und darüber hinaus noch einen Tanz aufführen. Alle drei werden momentan gesanglich ausgebildet: Tabea von Michael Hermann, Anna und Isabella von Franz Garlik. Mit dem Singen begonnen haben sie schon viel früher, wie zum Beispiel Tabea, die bereits seit sechs Jahren singt. Anna kann auch kurzfristig für eine andere Rolle einspringen.

Nicht nur beim Musikgeschmack sind die drei Hofdamen einer Meinung, sondern auch in Sachen Mode. Sie glauben nämlich alle drei, dass sie „komische“ Kostüme bekommen werden. Trotzdem freuen sie sich schon riesig drauf, weil dieses Projekt schon ein großes „Ding“ für sie ist.


Antonio Schäfer

Die Rolle des machtgierigen Heinrich, den Bruder von Gisela, übernimmt Antonio Schäfer. Da er Stefan Daubner schon als Schüler und Sänger des Chores am Schyren-Gymnasium seit langem bekannt war, wurde sein Mitwirken beschlossen, als das Musical noch in den Kinderschuhen steckte. Seit seinem sechsten Lebensjahr nimmt der aus Geisenfeld stammende Bariton Gesangsunterricht zunächst bei Tomi Wendt und derzeit bei Ferdinand Seiler in Ingolstadt.

Erfahrungen hat der 20-jährige Student bei vielen Auftritten gesammelt. So war er häufig Solist in Konzerten am Gymnasium, hatte kleinere Auftritte auch zum Beispiel im Altersheim, bekam in der elften Klasse eine kleine Rolle in Franz Garliks Aufführung der „Zauberflöte“ und gab vor zwei Jahren sogar ein Solokonzert mit Klavierbegleitung im Pfaffenhofener Rathaus. Auch wenn Schäfer schon oft auf einer Bühne gestanden ist und auch vor größerem Publikum gesungen hat, ist er immer noch ein wenig aufgeregt und hat Angst, vor dem Auftritt krank zu werden, oder vor Texthängern.

Nach seinem Abitur vor einem Jahr entschied sich Schäfer für ein Jurastudium in Erlangen und gegen eine berufliche Karriere mit seinem Gesang; allerdings möchte er später vielleicht noch Gesang als Nebenfach hinzufügen. Dies sei eine gute Möglichkeit, sein Hobby weiterzuführen, ohne den Spaß am Singen durch allzu viel Erfolgsdruck zu verlieren.

Auf die Frage, ob es ihm leicht fällt, sich in die Rolle des machtergreifenden und gnadenlosen Heinrichs zu versetzen, meinte Schäfer, dass ihm das auf der Bühne zusammen mit anderen Sängern und Schauspielern am leichtesten falle. Sein Lieblingslied „Das Versprechen“, das er auf seinem MP3-Player hat, hört er auch, während er sich auf die nächste Klausur vorbereitet. „Die Musik hilft mir beim Lernen“, erklärt Schäfer. Schließlich betont er, wie froh er ist, auch nach seinem Abitur noch an einem Schulprojekt mitzuwirken zu dürfen.


Teresa Meßthaler

Die Rolle der Zofe, der besten Freundin und Erzieherin Giselas, wird von Teresa Meßthaler gespielt. Die 18-Jährige besucht derzeit die Q11 des Schyren-Gymnasiums und kam durch das Additum in Musik und die Teilnahme an einem Seminar im Fach Musik zur Rolle der Zofe.

Meßthaler singt in verschiedenen Chören und nimmt seit zwei Jahren intensiven Gesangsunterricht bei Anneliese Häusler. Große Erfahrungen mit Auftritten in Musicals oder ähnlichem hat sie zwar nicht, Meßthaler meint aber, dass sich ihre Nervosität vor den Auftritten in Grenzen hält, da sie nur ein Duett singt. Vor diesem sei sie wenig aufgeregt, weil sie nicht ganz alleine auf der großen Bühne stehen muss, und so freut sie sich auf ihren Auftritt.

Die Zofe verliebt sich in den Boten von Stephan, der dessen zukünftiger Frau Gisela eine Nachricht überbringen soll, und trifft jenen später. Die zwei bilden sozusagen eine Parallele zur Geschichte von Gisela und Stephan, wie es auch in Mozarts „Zauberflöte“ und anderen Stücken der Fall ist, und ersetzten so die Darstellung der Hochzeitsnacht von Gisela und Stephan, damit nicht am heiligen Bild gerüttelt wird.

Die Frage, ob ihre Liebesgeschichte gut oder schlecht ausgeht, konnte Meßthaler zwar nicht beantworten, warf allerdings ein: „Wenn i scho ned woaß, wer des is, mit dem i im Bett lieg, mog i scho, dass des guad ausgeht.“

Auf ihr Kostüm freut Meßthaler sich besonders; sie schwärmt von einem bodenlangen Kleid mit weitem Rock in dunklen Farben.


Text: © Katrin Reisner, Anna König, Pfaffenhofen 2013
Fotos: © Katrin Reisner, Pfaffenhofen 2013





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Inhalt:

1. Werkstattabend
Aktuelles
Chorschule Zoltán Kodály
Darsteller
Darsteller im Interview
Gruppen
Historischer Hintergrund
Idee und Entstehung
Inhalt des Musicals
Interview mit Claudia Fabrizek
Klarstellung
Links zu Gisela und Stephan
Macher im Interview
Team
Text, Story, Musik
Sounds
Trailer
DVD-Trailer

Ein Projekt aus dem Schyren-GymnasiumImpressum | Ungarische Texte: Ádám Koncz | © Hans-Georg Haehnel, Pfaffenhofen, 24.04.2017