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Historischer Hintergrund

Die Geschichte Giselas und Stephans beginnt lange vor ihrer Zeit, mit der Niederlage der Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg im Jahr 955. Die Ungarn wurden dadurch zu einem neuen Lebensstil, der Sesshaftigkeit, gezwungen.

Mit diesem radikalen Wechsel ging auch die Christianisierung der Ungarn einher, die besonders Geza, Stephans Vater, vorantrieb, der seinen Sohn taufen und ausschließlich im christlichen Glauben erziehen ließ. Um den neuen Glauben zusätzlich zu festigen, heiratete der junge Ungarnherzog die bayerische Prinzessin. Gemeinsam stiftete das Paar viele Kirchen, unter anderem die Domkirche zu Veszprém, wo man ihm ein Denkmal gesetzt hat.

Trotz der eindrucksvollen Geschichte der Herrschaft König Stephans handelt das Musical von der Hochzeit mit Gisela. Sowohl das Datum als auch der Ort der Eheschließung sind unter Historikern strittig.

Die Ehe wurde wohl 995 oder 996 in der Burgkapelle der Grafen Scheyern-Wittelsbach geschlossen, andere Quellen verlegen die Hochzeit nach Regensburg und gehen davon aus, dass in Scheyern lediglich die Verlobung – entsprechend damaliger Tradition womöglich sogar in Abwesenheit des Bräutigams – stattgefunden hat.

Die Tatsache, dass man sich über Zeitpunkt sowie Ort der Vermählung uneins ist, hängt damit zusammen, dass im Mittelalter lediglich die Tatsache der Eheschließung von Belang war, nicht aber das Wo und Wann.

Für das Musical wurde der frühestmögliche Termin, 995 gewählt, wie er bei dem Chronisten, Dichter und Mathematiker Hermann von Reichenau zu finden ist.

Hermann von Reichenau wird im Musical auch selbst zu Wort kommen und als Erzähler durch das Geschehen leiten.

Claudia Fabrizek





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Inhalt:

1. Werkstattabend
Aktuelles
Chorschule Zoltán Kodály
Darsteller
Darsteller im Interview
Gruppen
Historischer Hintergrund
Idee und Entstehung
Inhalt des Musicals
Interview mit Claudia Fabrizek
Klarstellung
Links zu Gisela und Stephan
Macher im Interview
Team
Text, Story, Musik
Sounds
Trailer
DVD-Trailer

Ein Projekt aus dem Schyren-GymnasiumImpressum | Ungarische Texte: Ádám Koncz | © Hans-Georg Haehnel, Pfaffenhofen, 24.05.2017